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Florian Auer
Skeleton aus Leidenschaft...

Liebe Fans und Skeleton begeisterte!

Ich wurde am 11. Juni 1994, an einem regnerischen Samstag in Innsbruck geboren. 1215 Tage, nachdem mein Vater in Innsbruck Skeletonweltmeister wurde und einen Tag bevor die Österreicher über den Beitritt zur europäischen Union abstimmten. Zwei außerordentliche Ereignisse, mit besonderem historischem Touch. Rückwirkend betrachtet hat mich aber wohl eher der sportliche Erfolg meines Erzeugers geprägt, als die politischen Umwälzungen dieser Tage. Runde 216.000 Stunden bin ich nun auf der Welt, von denen ich locker 110.000 (wer will kann das gerne in Tage, Wochen oder Monate umrechnen) für meinen Sport gelebt und gearbeitet habe. Manchesmal erfolgreich, manchesmal weniger glanzvoll und manches-mal durchaus auch so, dass ich am liebsten alles hingeworfen hätte. Letzteres vor allem dadurch bedingt, dass ich erkennen musste, dass du es als Teilzeitsportler, nie an die Spitze unter die Top-Ten der Welt schaffen kannst. Andererseits gibt mir meine abgeschlossene Ausbildung als Spengler nun genau den Rückhalt, den es braucht, um gedanklich von jenen Existenzängsten wegzukommen, die dich befallen, wenn es einmal nicht so läuft wie geplant. Mitte des vorigen Jahres habe ich entschieden, mich meinem Traum – Peking 2022 – voll und ganz zu widmen. Seit Oktober 2018 habe ich meine Berufsbekleidung gegen die Uniform des HLSZ getauscht und kann mich nun zu 100 Prozent auf dieses Ziel fokussieren. Die perfekten Trainingsmöglichkeiten, die professionelle Zusammenarbeit mit meinen Betreuern Mag. Andi Pröller und Chris Jones im athletischen Bereich sowie Dr. Dollinger Verena im medizinischen Bereich, zeigen mit meiner aktuellen Platzierung in der Weltrangliste schon erste Früchte. Der zehnte Gesamtplatz in der vergangenen Weltcupwertung übertrifft unsere Erwartung und dient uns als Ausgangsbasis, das nächstjährige Ziel mit konsequenten Top-Ten-Ergebnissen zu definieren.

Ich will mich an dieser Stelle einfach nur bedanken – bei allen Wegbegleitern, Betreuern, Förderern und Sponsoren, die mir positive Impulse und ehrliches Feedback geben, um mit dem Lernen niemals aufzuhören und somit stets besser zu werden. Trotzdem ist mir bei aller momentanen Euphorie bewusst, dass es im Grunde drei Dinge sind, die mich diesen Kraftaufwand und die vielen Entbehrungen durchhalten lassen und die absolut notwendig sind, um das zu schaffen, was wir in dieser Saison erreicht haben und in der kommenden noch Steigern wollen: Erstens ist es mein Job, damit verdiene ich mein Geld. Zweitens ist es mein Hobby, das ich dank der Sportfördergruppe des Bundesheeres, zum Beruf machen konnte und drittens ist es meine Leidenschaft für den Eiskanal.

Ich möchte euch an dieser Stelle auf meiner Reise nach Peking mitnehmen, euch an meinen Fortschritten und Ergebnissen teilhaben lassen. Nicht nur an Tabellen und spektakulären Rennbildern, sondern euch – durchaus auch private – Einblicke in meinen Trainingsalltag, in unsere Vorbereitungsmaßnahmen geben und euch auch Eindrücke vermitteln, wie wir als Randgruppe einer Randsportart unsere Tage zwischen den einzelnen Rennorten verbringen.

Nun seid ihr gefragt! Habt ihr Ziele, die ihr erreichen wollt? Wie haltet ihr euch fit? Was sind eure Erfahrungen mit Sport? Ich freue mich auf viele Gespräch mit euch, auf eure Kommentare, Fragen und Meinungen und die unendlich vielen weiteren Möglichkeiten, die uns Social Media bieten.

Sportliche Grüße, euer

Flo

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